Reifen von 22 Polizeiautos zerstochen
Die Polizeibeamten vom Rauschgiftdezernat in der Karlstraße erlebten am Morgen des 26. September 2007 eine böse Überraschung: Bei allen 22 in der Tiefgarage abgestellten Einsatzfahrzeugen war ein Reifen zerstochen!
Wegen dieser Tat und einer Reihe anderer Straftaten muss sich seit 14.05.2008 der 40-jährige Jürgen S. vor dem Landgericht verantworten. Der sieht sich freilich nicht als Täter, sondern als Opfer. Schließlich traktiere ihn die Polizei hundsgemein und hinterrücks mit Laserstrahlen…
Jeden Verdacht, dass er vielleicht nicht richtig tickt, weist der 40-Jährige weit von sich: „Ich bin kein Spinner, ich bilde mir nichts ein.“ Seit Jahren fühlt er sich „von bestimmten LKA-Beamten“ verfolgt, diese würden ihn immer von hinten bestrahlen. Alle seine Beschwerden bei Polizei und Justiz führten allenfalls zu Kopfschütteln. Er ließ nicht locker: „Ich habe mir ein Strafgesetzbuch gekauft.“ Aber auch seine Eingaben im Juristen-Jargon hatten keinen Erfolg. Seinen Frust sprühte er mit weißer Farbe ans Strafjustizzentrum: „Justiz-Mafia“.
Richtig gefährlich war seine Aktion gegen die Autoreifen. Denn einige wurden erst während eines Einsatzes platt. Warum er das machte? „Es gibt Beweise…“
Nach Ansicht von Ärzten leidet der Installateur, der trotz Fahrverbots immer wieder am Steuer erwischt wird, an einer paranoiden Schizophrenie. Beim Prozess geht es um seine Einweisung in eine Psychiatrische Klinik.
Keine weiteren Artikel vorhanden.
